17.12.2009
Jusos begrüßen Aufhebung des Haftbefehls gegen Yunus K. und Rigo B.
Die Jusos Frankfurt begrüßen die Aufhebung des Haftbefehls gegen die zwei Waldorfschüler Yunus K. und Rigo B.
Die Einsicht des Gerichts in die offensichtliche Unschuld der beiden Jugendlichen kam spät und war längst überfällig. Die Äußerung der Richterin Petra Müller, dass sich die beiden Polizisten offenbar geirrt haben ist wenig befriedigend. Eine detaillierte Aufarbeitung dieses Justizskandals ist unerlässlich.
Dazu Juso-Sprecher Christian Heimpel: “Die fortgesetzte Untersuchungshaft unter teils menschenunwürdigen Bedingungen trotz der zahlreichen entlastenden Zeugenaussagen wecken Erinnerungen an die Affaire Dreyfus. Nach dem Beschluss heute erwarten wir die vollständige öffentliche Ausräumen des Tatverdachtes durch das Gericht und einen schnellen Freispruch erster Klasse und eine deutliche Entschuldigung des Gerichts und der Staatsanwaltschaft. In unserem Rechtssystem gilt immer noch der Grundsatz: I Zweifel für den Angeklagten! Die Art und Weise wie hier mit Menschenleben umgegangen wurde verurteilen wir aufs schärfste. Versuchen einer Brutalisierung unseres Rechtssystems weg von der Unschuldsvermutung hin zu einer blinden Rache die auch Unschuldige treffen kann werden wir Jusos auch weiterhin entschieden entgegentreten”
Mike Josef fügte hinzu: “Wir fordern nach einem Freispruch eine Haftentschädigung in angemessener Höhe, weit über den gesetzlich vorgesehenen 25 Euro pro Tag und zwar ohne den sonst bei zu Unrecht erlittener Haft üblichen Abzug für ‘Kost und Logis’ und werden dies gegenüber der Justizsenatorin von der Aue mit Nachdruck einfordern”
Die Jusos verfolgen das Verfahren weiter mit höchster Aufmerksamkeit und bekräftigen ihre Solidarität mit den zwei Jugendlichen!







