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Frankfurter Jusos erklären sich mit den zwei Waldorfschülern Yunus K. und Rigo B. solidarisch.

Der Unterbezirksausschuss der Frankfurter Jusos hat sich am 2. Dezember 2009 einstimmig mit den beiden wegen angeblicher Molotow-Cocktail-Würfe am 1. Mai angeklagten Waldorfschülern Yunus K. und Rigo B. solidarisch erklärt. Das Festhalten des Gerichts an der Untersuchungshaft trotz der deutlichen Hinweise auf eine mögliche Unschuld der beiden Jugendlichen erfüllt die Frankfurter Jusos mit großer Sorge.

Angesichts der guten sozialen Einbindung der beiden scheint die Begründung für die fortgesetzte Haft mit einer angeblichen Fluchtgefahr vollkommen abwegig. Im Gegensatz zu so manchen Steuerhinterziehern, die in Deutschland frei rumlaufen haben die Jugendlichen weder das Geld, noch die Liechtensteiner Bankkonten um unerkannt ins Ausland zu fliehen.

Deshalb fordern die Jusos umgehende Haftverschonung für die beiden Jugendlichen – damit sie Weihnachten bei ihren Familien verbringen können. Eine Fortdauer der U-Haft in diesem Fall widerspricht ganz klar dem gesunden Rechtsempfinden einer Mehrheit der Bevölkerung.

Die scheinbare Beweislastumkehr und eine brutale Vorbestrafung der bis zur Haft sozial gut eingebundenen Gymnasiasten durch die harte Untersuchungshaft könnten Hinweise auf Fehlentwicklungen innerhalb unseres Justizsystems sein, die die Jusos Frankfurt sehr kritisch beobachten werden. Einer Brutalisierung der Justiz durch Vorbestrafungen werden die Jusos auch zukünftig offensiv entgegentreten.

Der Unterbezirksausschuss wird Yunus und Rigo falls nötig auch über die erste Instanz hinaus unterstützen und sich für eine angemessen Haftentschädigung für die beiden nach erfolgtem Freispruch stark machen.

Insgesamt wollen sich die Jusos Frankfurt mit dem Thema Haftbedingungen für Jugendliche in Zukunft mehr auseinandersetzen um einer offenkundig von Teilen von Justiz und Politik angestrebten Entwicklungen weg vom Resozialisierungsgedanken im Umgang mit Jugendlichen entgegenzuwirken.