Plenum der Jusos Frankfurt: „Hegemoniale Männlichkeit und patriarchale Dividende“

Jusos Frankfurt setzen sich mit der Männlichkeitsforschung auseinander.
Am Donnerstag, den 27. Oktober findet um 19:30 im Studierendenhaus des Campus Bockenheim (Mertonstraße 26 – 28; Raum K2) das Plenum der Arbeitsgruppe Gleichstellung der Jusos Frankfurt statt. Unter dem Titel „Hegemoniale Männlichkeit und patriarchale Dividende“ referiert der Student Jörg Meierotte über die Theorien Raewyn Conells. Dabei wird auch das Themenfeld der Heteronormativität angeschnitten.
„Wir Jusos stehen für die Gleichstellung aller Menschen. Es ist deshalb wichtig zu verstehen, wie das Patriarchat heterosexuelle Männer fördert und gleichzeitig Frauen im allgemeinen und homosexuelle Männer unterdrückt“, sagt Maya Hatsukano, Sprecherin der Frankfurter Jusos.
Linda Burkert, Koordinatorin der Arbeitsgruppe Gleichstellung fährt fort: „Die Jusos sind ein feministischer Richtungsverband. Doch Feminismus kann und darf keine Einbahnstraße sein, genauso wenig darf der Fokus nur auf der Rolle der Frau liegen. Die in der Gesellschaft vorherrschende Männlichkeit soll bei uns auf den Prüfstand gestellt und kritisch hinterfragt werden. Denn nur wer die Symptome kennt und in seiner Umwelt bemerkt, kann aktiv gegen die Zustände eintreten.“
„Bei unserem Plenum steht dieses Mal ausnahmsweise die Theorie im Vordergrund. Beim Kampf um echte Gleichstellung ist kritische Gesellschaftsanalyse jedoch unersetzlich. Wir wollen der Frage nach dem „Warum?“ nachgehen und gemeinsam diskutieren, welche bewussten und unbewussten Machtstrukturen hinter der männlichen Geschlechterrolle stecken und selbstverständlich wie diese von Frauen und Männern aufgelöst werden können. Wir landen alle Interessierten herzlich ein diese Themen gemeinsam mit unserem Referenten zu diskutieren.“ so Burkhert und Hatsukano abschließend.