Jusos fordern Umwandlung von leeren Büros in Wohnungen

Dazu die Juso-Sprecher und Stadverordnetenkandidaten Mike Josef (27, Platz 10) und Christian Heimpel (22, Platz 18): „Angesichts von 1,85 Millionen Quadratmetern leer stehenden Büroflächen in Frankfurt sehen die Jusos dringenden Handlungsbedarf. Die Stadt muss Mittel und Wege finden, die leeren Flächen in bezahlbaren Wohnraum umzuwandeln.“
„Frankfurt ist eine Stadt der Gegensätze: Auf der einen Seite steigende Mieten und Gentrifizierung ganzer Stadtteile und auf der anderen Seite stehen über 15% des städtischen Büroraumes leer. Tendenz steigend! Diese Entwicklung ist nicht neu. Angesichts dieser Zahlen muss die Umwandlung von Büroflächen neben dem Neubau städtischen Wohnraums ganz oben auf die Tagesordnung gesetzt werden.“ Fordert Juso-Spitzenkandidat Mike Josef.
Die Verantwortung für die katastrophale Wohnungssituation trägt eindeutig die (noch) amtierende Stadtregierung. Der 22-jährige Christian Heimpel fährt fort: „Das 5-jährige politische Wachkoma des schwarz-grün-gelben Magistrats wird bei der Wohnungspolitik überdeutlich. Neben dem Willen alles, was noch städtisch ist, zu privatisieren, beschränkt sich die Stadtregierung beim Wohnungsbau lediglich auf Luxussanierungen und die stadtplanerisch und bei Betroffenen sehr umstrittene Nachverdichtung. Projekte für bezahlbaren Wohnraum, insbesondere für junge Menschen unserer Generation, sind Fehlanzeige.“
Für die Jusos ist das jahrelange Nichtstun unverzeihlich: „Wir sehen Wohnen als ein Grundrecht an, dass geschützt werden muss und das nicht dem reinen Marktdiktat unterworfen werden darf. Da nicht zuletzt dem Neubau von Wohnungen auch Grenzen gesetzt sind, sehen wir in der Umwandlung von bereits bestehenden leeren Büroflächen in Wohnraum ein großes Potential. Modellprojekte wie in Niederrad haben bewiesen, dass dieses Potential auch genutzt werden kann. Wir werden uns dafür einsetzen, dass es auch endlich genutzt wird!“ erklären die Kandidaten abschließend.