Pressemitteilung

Jusos Frankfurt organisieren Filmabend in Bergen-Enkheim – „Der gewöhnliche Faschismus“

Red Cinema

Die Jusos Frankfurt zeigen am 17. Februar um 19:00 Uhr im Saalbau Bergen, Clubraum 4 den Film „Der gewöhnliche Faschismus“ (UdSSR 1965) von Michail Romm. Im Anschluss wird eine Filmbesprechung und politische Diskussion zum Thema Faschismus stattfinden.

„Wir möchten mit der Vorführung des Films „Der gewöhnliche Faschismus“ einen Beitrag zur politischen Bildung und zur antifaschistischen Arbeit in Bergen-Enkheim leisten.“ erklärt Patrick Grosmann, einer der Organisatoren des Filmabends.

In den letzten Wochen waren den Medien zahlreiche Berichte über (Neo)Nazi-Aktivitäten in Bergen-Enkheim zu entnehmen. So veranstalteten die sich selbst ernannten „Nationalen Sozialisten Rhein-Main“ bereits im vergangenen Jahr zwei Fackelzüge in Bergen-Enkheim und verunstalten den Stadtteil schon seit längerem mit rechten Propaganda-Stickern.

Christian Heimpel, Frankfurter Juso-Sprecher und stellvertretende Vorsitzende der Bergen-Enkheimer SPD, sieht in den Aktivitäten eine neue Qualität des Neofaschismus: „Die aggressiven Aktivitäten in Bergen-Enkheim, eine unangemeldete Demonstration auf der Zeil und der gleichzeitige Versuch der NPD auf der Welle der Sarrazin-Irrlehre in Nadelstreifen statt Bomberjacke in die Parlamente vorzudringen, versetzt uns in tiefe Sorge!“

„Wir Jusos sind überzeugt, dass der Kampf gegen den Rechtsextremismus und seine mörderische Ideologie zu allererst mit politischer Bildung und Aufklärung beginnt. Wir wollen einen breiten gesellschaftlichen antifaschistischen Grundkonsens. Daher beteiligen sich die Jusos neben Gewerkschaften und anderen Verbänden auch an der Blockade „Dresden Nazifrei“ am 19. Februar. Wir laden alle Interessierten herzlich zu unserem Filmabend und der spannenden Diskussion im Anschluss ein und hoffen auf eine breite Unterstützung in Dresden“ erklären Grosmann und Heimpel abschließend.


„Dokumentarfilm-Klassiker, in dem Michail Romm die überlieferten Bilder des Dritten Reichs hinterfragt. Aus rund zwei Millionen Metern Material des Reichsfilmarchivs, aus Wochenschauen und Fotos einzelner Soldaten filtert er Momente, die belegen, wie sehr das nationalsozialistische Deutschland auf Massensuggestion, Auslöschung des Denkens und der Vernunft sowie auf unbedingten Gehorsam gegenüber dem “Führer” setzte. In beeindruckenden Montagen zeigt er die Verwandlung der zivilen Menge in eine uniformierte Gesellschaft.“ – Lexikon des internationalen Films

Mehr Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_gew%C3%B6hnliche_Faschismus