Keine Nazis in Bergen-Enkheim!!! Jusos fordern sofortige Aufklärung
Zur aktuellen Debatte um Neonaziaufmärsche in Bergen-Enkheim erklären Juso-Sprecher und SPD-Spitzenkandidat aus Bergen-Enkheim für das Stadtparlament, Christian Heimpel (Platz 18, 22 Jahre) und Ortsbeiratskandidat Aljoscha Ziller (Platz 2, 21 Jahre): „Über die jüngsten Meldungen der Antifa, welche auch der lokalen Presse zu entnehmen waren zeigen wir uns zutiefst besorgt!“. Es wurde berichtet, dass Bergen-Enkheim bereits seit längerem Treffpunkt einer sehr aktiven und gefährlichen Neonazi-Szene sei.
Die SPD-Nachwuchspolitiker beziehen sich auf ein Flugblatt, dass im Rahmen einer Anti-Nazi-Demo am Wochenende in Bergen-Enkheim verteilt wurde: „Wir sind schockiert von den dort dargestellten Begebenheiten! Die Vorstellung, dass (Neo)Nazis in unserem schönen und lebenswerten Stadtteil ungestört Fackelzüge veranstalten können und selbst die Polizei nicht einschreitet ist kaum zu glauben. Aber wenn sie sich bestätigen sollte, ist es ein sicheres Indiz dafür, dass wir etablierte Rechtsextreme Strukturen in Bergen-Enkheim haben.“
„Wir fordern die lokale Polizei auf, sich zu den konkreten Vorgängen zu äußern in wieweit Aktion von „Nationalen Sozialisten“ in Bergen-Enkheim stattgefunden haben und was gegebenenfalls dagegen unternommen wurde. Darüber hinaus muss diese Situation in der nächsten Sitzung des Ortsbeirates thematisiert werden. Hier sind alle im Ortsbeirat vertretenen Parteien und Gruppen gefordert, sich für Demokratie und Toleranz einzusetzen und die geschilderten Vorgänge genauestens zu untersuchen und aufzuklären.“ fordert Christian Heimpel.
Aljoscha Ziller schließt: „Wir können in Bergen-Enkheim keine Nazistrukturen dulden. Als Unterstützer der Aktion Stolpersteine habe ich miterfahren, welches Leid Juden und Nazi-Gegnern, auch in Bergen-Enkheim, zugefügt wurde. Faschistische Strukturen, die die Verbrechen des 3. Reiches leugnen oder beschönigen, darf keine Plattform geboten werden. Wir wollen ein Frankfurt der Vielfalt – nicht des Nationalen Stumpfsinns! Aus diesem Grund werden wir bei unserem ersten Juso-Filmabend in diesem Jahr den Dokumentarfilm „Der gewöhnliche Faschismus“ (UdSSR 1965, R Michail Romm) in Bergen-Enkheim zeigen. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!“