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Projektgruppe Rosa Block

Weder rechtlich noch gesellschaftlich sind Homosexuelle und Bisexuelle heute gleichberechtigt. Sie werden sowohl von vielen Politikern, als auch vielen Mitbürgern als „anders“ definiert, und gegenüber Heterosexuellen diskriminiert. Homosexuelle und Bisexuelle dürfen keine Kinder adoptieren und werden steuerlich gegenüber der Ehe benachteiligt, um nur einige Beispiele zu nennen. Zudem ist die, immer noch bestehende, gesellschaftliche Ächtung ein ernst zu nehmendes Hindernis für viele Menschen, zu ihrer Sexualität zu stehen. Auch wenn der Straftatbestand der Homosexualität abgeschafft wurde, und in einigen anderen Bereichen Verbesserungen erreicht wurden, sowie die Gesellschaft heute eher bereit ist Homosexualität und Bisexualität als normal zu akzeptieren als noch vor 50 Jahren, bleibt noch viel zu tun, bis die Diskrimierung auf Grund der sexuellen Orientierung ein Fall für die Geschichtsbücher ist.

Wir streiten für eine absolute Gleichberechtigung von Homosexuellen und Bisexuellen. Verbesserungen in einigen Bereichen sind für uns keine Alternative gegenüber einen echten Gleichberechtigung, da sie nur Schönheitskosmetik betreiben, und an der grundsätzlichen Ungleichbehandlung nichts ändern.

Weder eine Fixierung auf die gesellschaftliche Ebene, noch auf die gesetzliche Ebene sind hierbei sinnvoll. Wenn Gleichberechtigung erreicht werden soll, geht das nur, wenn beide Ebenen gleichzeitig die Entwicklung durchmachen. Da es sonst zu Spannungen zwischen beiden Ebenen kommt, die die Situation verschlechtern können.

Eine rein rechtlich größere Gleichstellung ändert nichts an bestehender Diskriminierung. Lesben, Schwule und Bisexuelle haben immer noch Schwierigkeiten, ihr “Anderssein” offen zu leben. Groß sind die Ängste vor möglichen Konsequenzen im Alltag: Angst vor schiefen Blicken aus der Nachbarschaft und am Arbeitsplatz, Verluste der Arbeitsstelle oder Wohnung, Verlust von Freundschaften, Angst vor gewalttätigen Übergriffen. Dies betrifft insbesondere auch jüngere Menschen die sich oft mit ihrer Identität allein gelassen fühlen.

Um dies zu ändern bedarf es unser aller Engagement – tagtäglich und nicht nur im Kampf für Eigeninteresse, ein jeder Mensch muss sein Leben selbstbestimmt entfalten dürfen.

Wir sind Teil der Jusos. Als solcher fordern wir eine ernsthafte Auseinandersetzung um diese Politikthemen bei den Jusos. Während unsere Themen bei der SPD durch die Schwusos mit mässigem Erfolg repräsentiert werden fehlt bei den Jusos eine solche Auseinandersetzung teilweise noch völlig. Zwar sind viele junge Menschen eher bereit tolerant mit Schwulen, Lesben und Bisexuellen umzugehen, aber für den endgültigen Schritt hin zu einer völligen Gleichstellung fehlt es oft an ausreichendem politischem Interesse.

Wir glauben, dass eine Gesellschaft, die darauf basiert, Menschen auszuschließen, auf längere Zeit nicht überlebensfähig ist.

Darum will die PG Rosa Block Veranstaltungen organisieren die sich mit dem Thema politisch auseinandersetzen und die Ergebnisse dieser Auseinandersetzung in die Jusos hineintragen. Die PG sucht ausserdem den Kontakt mit anderen gesellschaftlichen Gruppen um für die Position der Jusos in diesem Bereich zu werben.

Mitgliedschaft in der PG ist an keinerlei Kriterien gebunden. Die PG steht allen Jusos offen die sich für dieses Thema interessieren.

Koordination/Kontakt:

Philipp Kohler

Philipp Kohler