Peter Feldmann am Ziel: Nachtfahrten eingeführt!

Langer Kampf: Schon 1988 hat Feldmann als Juso-Vorsitzender für nachtfahrten gekämpft!

Aus dem Archiv des Juso-Büros wissen wir: Peter Feldmann wurde 1988, damals selbst Juso-Vorsitzender, wegen nächtlicher Ruhestörung angezeigt. Am späten Abend des 27. Februar 1988 trat er in Alt-Sachsenhausen mit einem Megaphon auf, um für die Einführung von Nachtbussen in der Stadt Frankfurt zu werben. Dieser lautstarke Einsatz brachte ihm eine Ordnungswidrigkeitsanzeige ein. 

Die ganze Geschichte

Startschuss: Nächtlicher U-Bahn Verkehr in Frankfurt!

Peter Feldmann endlich am Ziel, nachdem er 1988 als Juso-Vorsitzender wegen einer Demonstration für Nachtfahrten noch angezeigt wurde.

 

In der Nacht von Samstag auf Sonntag startete in Frankfurt erstmals nächtlicher U-Bahnverkehr. Die Jusos Frankfurt feierten gemeinsam mit Bahnreisenden und Oberbürgermeister Peter Feldmann die Umsetzung ihrer jahrzehntelangen Forderung. In einer nächtlichen Aktion dazu fuhren die Jusos gemeinsam die Strecken der U4 und U8 ab und wiesen die Frankfurter Bürger auf die Neuerung hin. Ab nächstem Jahr stoßen dann weitere Linien dazu.

 

Die Geschichte der Forderung:

Aus dem Archiv des Juso-Büros wissen wir: Peter Feldmann wurde 1988, damals selbst Juso-Vorsitzender, wegen nächtlicher Ruhestörung angezeigt. Am späten Abend des 27. Februar 1988 trat er in Alt-Sachsenhausen mit einem Megaphon auf, um für die Einführung von Nachtbussen in der Stadt Frankfurt zu werben. Dieser lautstarke Einsatz brachte ihm eine Ordnungswidrigkeitsanzeige ein. Die damaligen Jusos vermuteten Taxifahrer hinter der Anzeige, die damit ihre Geschäftsinteressen gegen eine vermeintliche Konkurrenz abzusichern versuchten. Jahre später kam es dann schließlich doch zur Einführung von Nachtbussen (seit dem 13.12.2009 tägliche Nachtbuslinien).

Andere Städte weiteten über die Jahre ihr Nachtangebot aus. Städte wie Berlin oder München bieten bereits längst nächtliche Fahrten von U-, S- oder Straßenbahnen an. Seit der Einführung täglicher Nachtbusse im Dezember 2009, kam es in Frankfurt dagegen zu keiner substantiellen Weiterentwicklung. Die Jusos forderten jedoch weiterhin vehement die Einführung von durchfahrenden S- und U-Bahnen und rannten bei Peter Feldmann dabei offene Türen ein. Auch in persönlichen Gesprächen zwischen dem Oberbürgermeister, der ebenfalls Aufsichtsratsvorsitzender des RMV ist und den Jusos, kam das Thema zu Sprache, schlussendlich griff er den Vorschlag auf. Im Zusammenspiel mit dem Verkehrsdezernat unter Klaus Oesterling und dem RMV wurde diese Forderung schließlich durch den Einsatz von Peter Feldmann umgesetzt.

 „Als wir diese Geschichte im Juso-Archiv entdeckten, war die Begeisterung groß, denn sie zeigt den Einsatz Peter Felmanns für Frankfurt seit über 30 Jahren. Manche halten Feldmann für unbelehrbar, wir nennen das Beharrlichkeit“, so Juso-Sprecher Simon Witsch.

„Wir haben über unser Fundstück im Archiv noch nicht mit Peter Feldmann gesprochen, auch für ihn wird es eine große Überraschung sein. Wir danken ihm für seinen Einsatz für Frankfurt seit nun über 30 Jahren. Sein Werdegang zeigt uns, was man mit Juso-Arbeit erreichen kann“, so die neugewählte Sprecherin der Frankfurter Jusos, Myriam Heilani.

Auch die Junge Union und Grüne Jugend hatten einige Jahre nach den Jusos die Idee vom Nachtverkehr aufgegriffen. Leider ignorierten ihre Mutterparteien den Wunsch der Jugendorganisationen – bis die SPD in die Regierung eintrat und Peter Feldmann es einfach machte.

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